Ferrari 250: Testa Rossa und 250 GT SWB – die goldene Ära in 1:18
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Eine Zahl, zwei Legenden
Die Zahl 250 steht bei Ferrari für eine ganze Epoche. Sie bezeichnet den Hubraum pro Zylinder des berühmten Colombo-V12 — zwölf Zylinder mal rund 250 cm³ ergeben die drei Liter, mit denen Ferrari Ende der fünfziger Jahre Sportwagen- und GT-Rennen beherrschte. Zwei Wagen dieser Familie stehen jetzt bei uns: ein Ferrari 250 Testa Rossa Modell mit der legendären Pontoon-Fender-Karosserie und ein 250 GT Berlinetta passo corto (SWB), beide von CMC im Massstab 1:18.
Der Testa Rossa: der Rotkopf
Der Name ist schnell erklärt: Testa Rossa heisst „Rotkopf“, nach den rot lackierten Ventilhauben des Zwölfzylinders. Die Geschichte dahinter ist eine Regeländerung. Weil die FIA den Hubraum der Rennsportwagen ab 1958 auf drei Liter begrenzen wollte, begann Ferrari 1957 mit der Entwicklung. Als Herz diente der Colombo-V12 aus dem 250 GT, überarbeitet auf 2953 cm³ und 300 PS bei 7200 U/min, gespeist von sechs Weber-Doppelvergasern. Der Testa Rossa wurde einer der erfolgreichsten Rennsportwagen aller Zeiten: Sportwagen-Weltmeister 1958, 1960 und 1961 und dreifacher Sieger in Le Mans.
Sein Gesicht verdankt er Sergio Scaglietti. Die stark eingezogenen vorderen Kotflügel — die „Pontons“ — dienten der besseren Kühlung der vorderen Trommelbremsen und gaben dem Wagen einen unverwechselbaren Auftritt. Von dieser „Pontoon Fender“-Version entstanden 1957/58 nur 19 Wagen für private Kunden und Rennställe sowie vier Werksfahrzeuge der Scuderia.

Das Modell: CMC M-071
CMC hat den Ferrari 250 Testa Rossa „Pontoon Fender“ aus 1638 Einzelteilen von Hand zusammengefügt. Die abnehmbare Motorhaube wird mit Schnellverschlüssen und zusätzlich mit Lederriemen gesichert und gibt den Zwölfzylinder mit allen Anbauaggregaten, Leitungen und Kabeln frei. Speichenräder mit Alufelgen und einzeln eingezogenen Edelstahlspeichen, zweiflügelige Borrani-Zentralverschlüsse, grossdimensionierte Bremstrommeln mit sternförmigen Belüftungsrippen, ein Kraftstofftank aus Edelstahlblech mit fein nachgezeichneter Nietenstruktur und eine verkabelte Relais-Tafel im Cockpit zeigen, wie weit CMC ins Detail geht. Lackiert ist das Modell in brillantem Ferrari-Rot.
Der 250 GT SWB: Strassenwagen und Rennwagen zugleich
Während der Testa Rossa ein reinrassiger Rennsportwagen war, verkörperte der 250 GT Berlinetta die andere Seite der Familie: den Gran Turismo, mit dem man zur Rennstrecke fahren, gewinnen und wieder nach Hause fahren konnte. Von Mitte der fünfziger bis Anfang der sechziger Jahre dominierten die 250 GT Berlinettas die grosse GT-Klasse — erst mit langem, ab 1959 mit kurzem Radstand als „passo corto“ (SWB). Bis 1962 entstanden rund 165 Exemplare. Fahrer wie Stirling Moss, Wolfgang Graf Berghe von Trips, John Surtees und Maurice Trintignant machten den Wagen berühmt.

Das Modell: CMC M-046
CMC zeigt den Ferrari 250 GT Berlinetta SWB als Strassenversion (Stradale) mit Luxusausstattung (Lusso), handmontiert aus 1141 Teilen. Die aufklappbare Motorhaube mit selbstarretierendem Halter gibt den V12 frei; dazu kommen ein Kühlergrill als feines Metallgitter, hochglanzverchromte Metallstossstangen, Lüftungsschlitze an den Kotflügeln, lederbezogene Schalensitze, ein Nardi-Lenkrad in Holzoptik und eine mit Teppich ausgelegte Kabine. Unter dem Wagen sind Stahlrohrrahmen, Einzelradaufhängung vorne und Starrachse mit Blattfedern hinten nachgebildet, bis hin zu den Brems- und Kraftstoffleitungen mit elektrischer Benzinpumpe.
Worauf Sammler achten sollten
Beide Modelle haben empfindliche Kleinteile. Beim Testa Rossa lohnt ein Blick auf die Lederriemen der Motorhaube und die Speichen; beim 250 GT SWB auf die filigranen Metall-Scheibenwischer und die verchromten Stossstangen. Und wie immer gilt: Eine vollständige Originalverpackung steigert den Wert.
Warum gerade diese beiden?
Gemeinsam erzählen die beiden Modelle, was der 250er-Motor leisten konnte: einmal als 300 PS starker Rennsportwagen für Le Mans, einmal als elegantes GT-Coupé für Strasse und Rennstrecke. Beide sind von CMC nicht mehr lieferbar, beide bei uns in fast neuwertigem Zustand mit fast neuwertiger Box. Wer sich für Ferraris Formel-1-Geschichte interessiert, findet sie in unserem Beitrag 75 Jahre Ferrari in der Formel 1. Bei AMS kaufen Sie in CHF, mit ehrlichem Zustandsbericht und versichertem Versand innerhalb der Schweiz.